Erste-Hilfe-Kurse für die Seele: Weg geebnet für Weiterbildungsangebote

Viele wissen, wie man Erste-Hilfe leistet oder einen Notruf absetzt. Aber was ist zu tun, wenn jemand weint, apathisch oder verzweifelt wirkt? „Genau hier setzt das Projekt: Mental-First-Aid an.

Erste-Hilfe-Kurs für die Seele für Studierende

Nicole Soltwedel (Kanzlerin der Hochschule OWL) und Elke Löhr (Vorständin der BKK_DürkoppAdler) unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung im Beisein von Madlen Stupin (Projekt- und Gesundheitsmanagement der BKK_DürkoppAdler), Inessa Manin (Projektleitung an der Hochschule OWL), Hanna Lohau (Leitung Zentrale Studienberatung) und Irena Rathert (Leitung Dezernat Studentische Angelegenheiten der Hochschule OWL) (v.L.n.r.). Foto: Hochschule OWL


Sechs Vertreterinnen der Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie der Betriebskrankenkassen Ostwestfalen trafen sich zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Mit der Unterzeichnung steht nun der Durchführung des ersten dreitägigen Mental-First-Aid Kurses für Studierende am 20. Februar nichts mehr im Wege. Weitere Kurse werden folgen.

Viele wissen, wie man Erste-Hilfe leistet oder einen Notruf absetzt. Aber was ist zu tun, wenn jemand weint, apathisch oder verzweifelt wirkt? „Genau hier setzt das Projekt: Mental-First-Aid an. In dem Erste-Hilfe-Kurs für die Seele erlernen die Studierenden u.a. Helferkompetenzen, Methodiken zur Ansprache von Menschen in Krisensituationen sowie Selbstschutz und Distanzwahrung. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir ostwestfälischen Betriebskrankenkassen in der Hochschule Ostwestfalen-Lippe eine Partnerin gefunden haben, mit der wir dieses deutschlandweit einmalige Projekt durchführen können“, sagt Elke Löhr, Vorständin der BKK_DürkoppAdler, stellvertretend für die Betriebskrankenkassen Ostwestfalen.

„Um diesem wichtigen Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken ist es besonders wichtig, zunächst das Verständnis für seelische Krankheitsbilder zu stärken. Eine große Mehrheit denkt noch immer, man müsse sich nur mal richtig zusammenreißen oder morgen sähe die Welt schon ganz anders aus. Andere sehen vorübergehende psychische Störungen sogar als Schwäche an“, erklärt Irena Rathert, Leitung des Dezernats für Studentische Angelegenheiten der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und betont dabei die Bedeutung für alle Beteiligten: „Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Studierenden stärker für dieses Thema zu sensibilisieren.“

Die Teilnahme ist für die Studierenden kostenlos. Damit die Kurse auch ihre volle Wirkung erzielen, werden diese von hochqualifizierten und erfahrenen Dozentinnen und Dozenten durchgeführt. Die Kursleitung übernimmt deshalb Dr. Barbara Weißbach, seit 1996 Geschäftsführerin der IUK Institut GmbH Dortmund.

Am 20. Februar startet der erste Kurs des Projektes Mental-First-Aid für die Studierenden an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Der dreitägige Kurs vermittelt Grundwissen über psychische Störungen und Helferkompetenzen. Im Anschluss erlernen die Teilnehmer in praktischen Übungen, mit welchen Methoden sie Menschen in Krisen ansprechen und Gespräche führen können.

Text und Foto: Yvonne Berthiot