Die Zecken-Saison beginnt!

Erfahren Sie hier, worauf Sie achten sollten.

Eine vollgesaugte Zecke

Durch milde und feuchte Winter werden Zecken immer früher und in großer Zahl aktiv. Sie sind Blutsauger und Überträger von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie von Borreliose. Beim Stich und beim Blutsaugen können die kleinen Spinnentiere ihre Opfer mit den Erregern infizieren. Daher sollten Zeckenstiche am besten vermieden werden. Folgende Maßnahmen können Ihnen dabei helfen:

  • Tragen Sie festes Schuhwerk und lange, geschlossene Kleidung. Als zusätzlicher Schutz können die Socken über die Hose gezogen werden.
  • Bodennahe, lange Gräser und Pflanzen sollten gemieden werden.
  • Verwenden Sie Anti-Zecken-Sprays.
  • Nach dem Aufenthalt im Grünen sollte der eigene Körper gründlich auf Zecken untersucht werden. Diese stechen nicht sofort, sondern suchen sich einen gemütlichen Ort, bspw. in den Achseln, den Kniekehlen oder in der Leistengegend.

Wurden Sie trotzdem von einer Zecke gestochen, beachten Sie bitte folgende Tipps:

  • Niemals besprühen, abfackeln oder abkratzen!
    Dann erbrechen die Zecken und geben die Erreger in die Blutbahn des Opfers ab.
     
  • Nicht herausdrehen!
    Die Zecke besitzt kein Drehgewinde. Daher bitte nicht gegen oder mit dem Uhrzeigersinn drehen.
     
  • Nicht am Zeckenkörper ziehen!
    Fassen Sie das kleine Spinnentier mit einer feinen, spitzen Pinzette oder einer Zeckenkarte an der Einstichstelle direkt an der Haut.
     
  • Rechnen Sie mit Widerstand!
    Die Zecke möchte nicht entfernt werden und bringt mit ihrem Speichel eine Art Klebstoff in die Wunde.
    Bleiben Sie ruhig und ziehen Sie den Blutsauger gerade nach oben aus der Haut.
    Falls zur Hand, desinfizieren Sie die Einstichstelle mit einem Desinfektionsspray oder -tuch.
     
  • Notieren Sie jeden Biss!
    Sie sollten jeden Zeckenstich dokumentieren oder am besten auch fotografieren. Sollten später gesundheitliche Probleme auftauchen, können Sie so leichter mögliche Zusammenhänge zuordnen.
     
  • Die Zecke nicht zerquetschen!
    Beim Zerquetschen verteilen Sie die Erreger unnötig und erhöhen die Gefahr einer Infektion. Sie können das Spinnentier auch aufheben (z. B. in kleinen leeren alten Filmdosen).
    Sollte es zu einer Erkrankung kommen, haben Sie den möglichen Verantwortlichen parat und können ihn ggf. zur Untersuchung ins Labor schicken.
    Als Alternative zum Zerquetschen und um mögliche Erreger unschädlich zu machen, kann die Zecke auch verbrannt werden.
     
  • Beobachten Sie die Einstichstelle!
    Nicht nur an der Einstichstelle, auch an anderen Stellen des Körpers kann ein charakteristischer Hautausschlag, die Wanderröte (Erythema migrans), entstehen. Sie ist ein sicheres Zeichen für eine Borreliose-Infektion und kann auch noch nach Wochen und Monaten auftreten. 
     
  • Denken Sie an den Zeckenstich!
    Bei grippeähnlichen Symptomen mit Müdigkeit und sonstigen massiven, diffusen Beschwerden sollten Sie an eine mögliche beginnende Borreliose denken und Ihren Arzt über den Zeckenstich informieren. Es ist wichtig, in den nächsten 4 Wochen aktiv zu werden, um ein weiteres Ausbreiten des Erregers zu verhindern.


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