Bera­tungs­be­su­che für Pfle­ge­geld­emp­fänger

Pflicht zu Beratungsbesuchen für Pflegegeldempfänger aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt.

Pflegegeldempfänger mit Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 sind gesetzlich dazu verpflichtet, einen häuslichen Beratungsbesuch durch einen ambulanten Pflegedienst regelmäßig in Anspruch zu nehmen. Werden diese Beratungsbesuche nicht abgerufen, ist die Kasse verpflichtet, das Pflegegeld zu kürzen und im Wiederholungsfall zu entziehen. 

Um das Infektionsrisiko für Pflegegeldempfänger und Ihre Angehörigen zu minimieren und die Beratungspersonen in der pflegerischen Versorgung einsetzen zu können, wird die Pflicht zu einem Beratungseinsatz bis einschließlich 30.09.2020 gesetzlich ausgesetzt. Das Pflegegeld wird weiter ausgezahlt, ohne dass einen Beratungseinsatz abgerufen werden muss. Es kommt in diesem Zeitraum somit zu keiner Kürzung und keinem Entzug des Pflegegeldes.

Die Beratungsbesuche bieten Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen eine Hilfestellung sowie pflegefachliche Informationen und stellen eine regelmäßige Betrachtung der Pflegesituation durch Fachkräfte sicher.